Rentner: Wie wirkt sich ein Job auf Rente aus
Viele Senioren müssen oder wollen ihre Rente aufbessern.
Bevor sie einen Nebenjob annehmen, sollten sich Rentner jedoch über die Verdienstgrenzen und die fällig werdenden Steuern informieren. Denn wer auch nur geringfügig über der Verdienstgrenze liegt, kann gleich ein Drittel seiner Altersbezüge verlieren.
Aufpassen müssen vor allem Rentner unter 65 Jahren. Denn für sie gilt noch eine strengere Höchstverdienstgrenze. Während Frührentner, die vor 65 in Rente gehen, nicht mehr als 400 € dazuverdienen dürfen, können Ruheständler, die mit 65 in Rente gehen, so viel dazuverdienen, wie sie wollen. Zweimal im Jahr darf der Nebenverdienst jedoch auch von Frührentnern überschritten werden. Damit können Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld abgedeckt werden.
Bei Frührentnern, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten, ist zu beachten, was für eine Erwerbsminderung sie haben. Bei einer vollen Erwerbsminderung muss die Grenze von 400 € eingehalten werden. Liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor, so wird ein persönliches Limit ausgerechnet. Dieses richtet sich nach dem Einkommen der letzten drei Jahre vor der Rente. Überschreitet der Rentner hier die Verdienstgrenze, kann die Rente im schlimmsten Fall ganz gestrichen werden, weil dies beweist, dass er doch hätte arbeiten können.
Wer seine Rente aufbessern möchte, sollte sich im Zweifelsfall von einem Rentenberater genau beraten lassen und sich das Verdienstlimit ausrechen lassen.

